Hausratversicherung, Schadensmeldung, Falschangabe, Vorschaden

Urteile

12-08-2009
Hausratversicherung: Vorschäden unbedingt angeben

Wer beim Abschluss einer Hausratversicherung Vorschäden nicht angibt, riskiert, dass er im Schadensfall leer ausgeht. In dem vom Oberlandesgericht Frankfurt am Main entschiedenen Fall hatte eine Frau zwei frühere Einbrüche in ihre Wohnung nicht angegeben. Als ihr mitversicherter Sohn auf einer Fernreise ausgeraubt wurde, verweigerte die Versicherung wegen des arglistigen Verhaltens beim Abschluss des Vertrags die Leistung.

Die Versicherungsnehmerin berief sich darauf, das Ausfüllen des Versicherungsantrags dem Versicherungsvertreter überlassen zu haben, der sie nicht nach Vorschäden gefragt habe. Wer sich um die inhaltliche Richtigkeit der Angaben nicht kümmert, ist - so das Gericht - selbst schuld.
Beschluss des OLG Frankfurt vom 24.07.2008
3 U 68/08
OLGR Frankfurt 2009, 48
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