Berufsunfähigkeitsversicherung, Vorerkrankung, Verschweigen

Urteile

31-08-2006
Verschwiegene Erkrankung bei Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung Der Versicherungsnehmer hat beim Antrag einer Berufsunfähigkeitsversicherung bei der Frage nach Untersuchungen und Behandlungen nicht nur bereits überwundene Krankheiten und Beschwerden anzugeben, sondern auch solche, deren Wirkungen noch andauern. Dies gilt auch für Behandlungen, die aufgrund einer aktuellen ärztlichen Überweisung anstehen. Die Versicherungsgesellschaft darf daher vom Vertrag zurücktreten, wenn sich herausstellt, dass der Versicherte unter Verstoß gegen seine versicherungsrechtliche Anzeigepflicht verschwiegen hat, dass er zwei Tage vor Antragstellung von einem Psychologen zum Ausschluss einer organischen Psychose zu Untersuchungen an die Psychiatrische Universitätspoliklinik überwiesen wurde.
Urteil des OLG Karlsruhe vom 11.05.2006 19 U 208/04 Pressemitteilung des OLG Karlsruhe
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