Hausratversicherung, Einbruch, grobe Fahrlässigkeit, Abschließen

Urteile

30-11-2005
Fahrlässig herbeigeführter Hauseinbruch Verlässt ein Versicherungsnehmer seine Wohnung über Nacht und zieht er die mit Glasfenstern versehene Wohnungseingangstür nur zu, ohne sie abzuschließen, so verursacht er einen Einbruchdiebstahl grob fahrlässig, wenn der Täter eine schlossnahe Scheibe einschlägt, durchgreift und die Tür mit der innen befindlichen Türklinke öffnet. Die bestehende Hausratversicherung ist in diesem Fall nicht zum Ersatz des Schadens verpflichtet. Allein die Behauptung des Geschädigten, der Täter hätte den Einbruch auch bei abgeschlossener Tür ausgeführt, reicht für den ihm obliegenden Beweis, der Schaden wäre auch ohne sein nachlässiges Verhalten eingetreten, nicht aus.
Beschluss des OLG Oldenburg vom 02.08.2005 3 U 34/05 OLGR Oldenburg 2005, 641
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