Berufsunfähigkeitsversicherung, Falschangaben, Vorerkrankungen

Urteile

30-09-2005
Folgenschwere Falschangaben gegenüber Berufsunfähigkeitsversicherung Auch bei der Berufsunfähigkeitsversicherung sollte der Versicherte darauf achten, dass er bei Beginn richtige und vollständige Angaben zu Vorerkrankungen macht. Ansonsten besteht die Gefahr, dass er den Unfallversicherungsschutz selbst dann verliert, wenn eindeutig ein Arbeitsunfall vorliegt. So ging eine Frau leer aus, die im Betrieb die Treppe hinuntergestürzt war und sich erhebliche Verletzungen zugezogen hatte. Bei Abschluss des Vertrags hatte sie nämlich verschwiegen, dass sie wegen eines Herzklappenfehlers, erhöhten Cholesterinwerten und Angstzuständen nach einem Autounfall gleich bei mehreren Ärzten in Behandlung war. Die Versicherung musste nicht zahlen. Für das Oberlandesgericht Karlsruhe war es für die Leistungsfreiheit der Versicherung unerheblich, dass der Treppensturz mit den Vorerkrankungen nichts zu tun hatte.
Urteil des OLG Karlsruhe vom 07.04.2005 12 U 391/04 OLGR Karlsruhe 2005, 456
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