Zusatzversorgung

Lexikon bei Lebensversicherung

Die Zusatzversorgungssysteme in der DDR waren eine Ergänzung der Sozialversicherung. Die Berechtigten erhielten neben der Rente aus der Sozialpflichtversicherung ergänzende Leistungen aus der Zusatzversorgung. Sie sind mit der betrieblichen Altersversorgung in den alten Bundesländern vergleichbar. In den meisten Fällen handelt es sich um Systeme mit Gesamtversorgungscharakter, in denen als Versorgung ein fester Prozentsatz des letzten Erwerbseinkommens unter Anrechnung der Rente aus der Sozialpflichtversicherung gezahlt wurde. Es gab eine Vielzahl unterschiedlichster Versorgungssysteme, z. B. für die technische und wissenschaftliche Intelligenz oder für Mitarbeiter des Staatsapparates. Ansprüche und Anwartschaften aus den Zusatzversorgungssystemen sind in die gesetzliche Rentenversicherung überführt worden. Die Zeiten der Zugehörigkeit zum Zusatzversorgungssystem sind bei der Rentenberechnung mit dem sich nach dem Anspruchs- und Anwartschaftsüberführungsgesetz (AAÜG) ergebenden Arbeitsentgelt zu berücksichtigen. Über diese Arbeitseinkommen hat der Versorgungsträger (i. d. R. die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte) einen entsprechenden Bescheid erteilt.
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