Zusätzliche Altersversorgung

Lexikon bei Lebensversicherung

Um die Beitragssätze in der gesetzlichen Rentenversicherung stabil zu halten, wird das Rentenniveau in den kommenden Jahren bis zum Jahr 2030 als Folge von etwas geringeren jährlichen Rentenanpassungen von zz. knapp 70 % auf 67 % gesenkt. Um im Alter dennoch das bisherige Versorgungsniveau zu erreichen, ist i. d. R. eine zusätzliche Altersvorsorge im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung oder durch private Vorsorge für das Alter geboten. Die Zusatzvorsorge ist freiwillig. Sie wird unter bestimmten Voraussetzungen von 2002 an in nicht unerheblichem Umfang durch Zulagen bzw. Steuervorteile (Sonderausgabenabzug) staatlich gefördert. Es werden nur zusätzliche Altersvorsorgeprodukte gefördert, die im Alter eine lebenslange Auszahlung garantieren. Deshalb ist eine staatliche Förderung von Versicherungen mit einmaliger Kapitalauszahlung nicht vorgesehen. Das Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen (Bonn) hat zu prüfen, welche privaten Altersvorsorgeverträge den Förderungskriterien entsprechen und deren Förderungsfähigkeit zu bescheinigen (sog. Zertifizierung). Sowohl die betriebliche Altersversorgung in der Privatwirtschaft als auch die private Altersvorsorge werden hauptsächlich im Kapitaldeckungsverfahren finanziert. Im Gegensatz hierzu erfolgt die Finanzierung in der gesetzlichen Rentenversicherung durch das Umlageverfahren.
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