Zulagen bei zusätzlicher Altersvorsorge

Lexikon bei Lebensversicherung

Die von 2002 an vorgesehene staatliche Förderung der freiwilligen zusätzlichen Altersvorsorge erfolgt beim berechtigten Personenkreis vor allem durch Zulagen, die nachträglich für das vorangegangene Jahr gezahlt werden. Diese Förderung setzt sich aus Grundzulage und Kinderzulage zusammen. Sofern der erforderliche Eigenbeitrag geleistet wurde, beträgt die jährliche Höchstförderung für 2002 und 2003 38 EUR (zusätzlich 46 EUR je Kind). Ab 2008, wenn die stufenweise Anhebung der Eigenbeiträge abgeschlossen ist, beträgt die jährliche Höchstförderung 154 EUR (zusätzlich 185 EUR je Kind). Feststellung und Berechnung der Zulagen erfolgen durch die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (Bundesversicherungsanstalt für Angestellte) in Brandenburg. Neben der Förderung der zusätzlichen Altersvorsorge durch Zahlung von Zulagen ist als weitere Förderungsform die Möglichkeit vorgesehen, Zahlungen in einen Altersvorsorgevertrag als Sonderausgaben bei der Einkommensteuer geltend zu machen. Ist die Steuerersparnis günstiger als die Zulage, erstattet das Finanzamt die Differenz zwischen der gesondert festgestellten Steuerersparnis und der Zulage. Förderungsberechtigt sind nach dem Einkommensteuerrecht zz. hauptsächlich Pflichtversicherte der gesetzlichen Rentenversicherung, sofern keine beamtenähnliche Gesamtversorgung gewährleistet ist, und deren nicht pflichtversicherte Ehegatten.
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