Altersrente für schwerbehinderte Menschen

Lexikon bei Lebensversicherung

Diese Altersrente erhalten Sie, wenn Sie
■ das 60. Lebensjahr vollendet haben,
■ die Wartezeit von 35 Jahren erfüllt haben,
■ bei Beginn der Altersrente als schwerbehinderter
Mensch anerkannt sind bzw. vor dem 1.1.1951 geboren
und berufs- oder erwerbsunfähig nach dem am
31.12.2000 geltenden Recht sind und
■ nur im festgelegten Rahmen hinzuverdienen.
Die Altersgrenze von 60 Jahren wird seit dem 1.1.2001 stufenweise
auf das 63. Lebensjahr angehoben. Sie können die
Rente trotzdem mit 60 Jahren erhalten. Bei vorzeitigem
Rentenbeginn müssen Sie allerdings Abschläge in Kauf
nehmen.

Vertrauensschutzregelungen
Das Gesetz sieht für bestimmte Personen Vertrauensschutzregelungen
vor. Sie ermöglichen es, diese Altersrente weiterhin mit 60 Jahren in Anspruch zu nehmen.
Abschläge müssen hier nicht in Kauf genommen werden.
Vertrauensschutz genießen Sie, wenn Sie
■ bis einschließlich 16.11.1950 geboren sind und am
16.11.2000 schwerbehindert, berufs- oder erwerbsunfähig
waren oder
■ vor dem 1.1.1942 geboren sind und mindestens 45 Jahre
– also 540 Kalendermonate – mit Pflichtbeiträgen belegt
haben.

Schwerbehinderung
Versicherte, die diese Altersrente erhalten wollen, müssen als
schwerbehinderte Menschen im Sinne des § 2 Abs. 2 SGB IX
anerkannt sein. Im Sinne dieses Gesetzes sind dies Personen
mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50.
Die Schwerbehinderung muss für den Zeitpunkt des Beginns
der Altersrente anerkannt sein. Wird sie während des
Rentenbezugs wieder behoben, besteht der Anspruch auf
diese Rente dennoch weiter. Sie müssen die Schwerbehinderung
nachweisen. Als Nachweis dient regelmäßig der
Ausweis für schwerbehinderte Menschen oder der noch nach
dem Schwerbehindertengesetz (SchwbG) ausgestellte und
gegebenenfalls verlängerte Schwerbehindertenausweis.

Berufs- bzw. Erwerbsunfähigkeit
Liegt keine Schwerbehinderung vor, kann für vor dem
1.1.1951 geborene Versicherte ein Anspruch auf diese
Altersrente auch dann entstehen, wenn sie berufs- oder
erwerbsunfähig nach dem am 31.12.2000 geltenden Recht
sind. Ob Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit vorliegt, prüft
die BfA im Rahmen der Antragstellung.

Die Wartezeit
Auf die Wartezeit von 35 Jahren werden alle rentenrechtlichen
Zeiten angerechnet.


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