Altersrente wegen Arbeitslosigkeit

Lexikon bei Lebensversicherung

Anspruch auf diese Altersrente haben Sie, wenn Sie bei
Beginn der Rente arbeitslos und
■ vor dem 1.1.1952 geboren sind,
■ das 60. Lebensjahr vollendet haben,
■ die Wartezeit von 15 Jahren erfüllt haben,
■ nach Vollendung eines Lebensalters von 58 Jahren und
6 Monaten insgesamt 52 Wochen arbeitslos waren,
■ in den letzten 10 Jahren vor Beginn der Rente 8 Jahre
Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung oder
Tätigkeit haben und
■ nur im festgelegten Rahmen hinzuverdienen.
Die Altersgrenze von 60 Jahren wurde seit dem 1.1.1997
stufenweise auf das 65. Lebensjahr angehoben.
Gehören Sie zu den Geburtsjahrgängen bis einschließlich
1945, können Sie die Rente trotzdem mit 60 Jahren erhalten.
Bei einem vorzeitigen Rentenbeginn müssen Sie allerdings
Abschläge in Kauf nehmen.

Vertrauensschutzregelungen
Der Gesetzgeber hat für bestimmte Personen Vertrauensschutzregelungen
vorgesehen. Sie ermöglichen es, diese
Altersrente weiterhin mit 60 Jahren ohne Abschläge bzw.
mit geringeren Abschlägen zu beziehen.
Vertrauensschutz genießen Sie, wenn Sie
■ vor dem 1.1.1942 geboren sind und mindestens 45 Jahre
– also 540 Kalendermonate – mit Pflichtbeiträgen belegt
haben oder
■ bis einschließlich 14.2.1941 geboren sind und am
14.2.1996 arbeitslos waren oder vor dem 14.2.1996 bestimmte
arbeitsrechtliche Dispositionen getroffen haben.
Auch für ehemalige Beschäftigte der Montanindustrie
gelten bestimmte Vertrauensschutzregelungen.
Regelungen nach dem Rentenversicherungs-
Nachhaltigkeitsgesetz
Die Geburtsjahrgänge von 1946 bis 1951 können die Rente
nicht mehr vorzeitig ab dem 60. Lebensjahr in Anspruch
nehmen.
Für sie wird die Altersgrenze für die vorzeitige Inanspruchnahme
von 2006 bis 2008 in Monatsschritten auf das 63.
Lebensjahr angehoben.

Ohne Abschläge können die Geburtsjahrgänge 1946 bis
1951 ihre Rente erst mit 65 Jahren erhalten.

Vertrauensschutzregelungen
Der Gesetzgeber hat für bestimmte Personen Vertrauensschutzregeleungen
vorgesehen. Sie ermöglichen es, diese
Altersrente weiterhin mit 60 Jahren zu beziehen.

Vorgesehen sind Vertrauensschutzregelungen für Versicherte,
■ die am 1.1.2004 arbeitslos waren oder
■ deren Arbeitsverhältnis aufgrund einer Kündigung oder
Vereinbarung, die vor dem 1.1.2004 erfolgt ist, nach dem
31.12.2003 beendet worden ist,
■ deren letztes Arbeitsverhältnis vor dem 1.1.2004 beendet
worden ist und die am 1.1.2004 beschäftigungslos im
Sinne des § 118 Absatz 1 Nr. 1 SGB III waren oder
■ die vor dem 1.1.2004 Altersteilzeit vereinbart haben.
Eine vor dem 1.1.2004 abgeschlossenen Vereinbarung über
die Beendigung des Arbeitsverhältnisses steht eine vor diesem
Tag vereinbarte Befristung des Arbeitsverhältnisses
oder Bewilligung einer befristeten arbeitsmarktpolitischen
Maßnahme gleich. Ein bestehender Vertrauensschutz wird
insbesondere durch die spätere Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses
oder den Eintritt in eine neue arbeitsmarktpolitische
Maßnahme nicht berührt.

Arbeitslosigkeit
Sie müssen nach der Vollendung eines Lebensalters von
58 Jahren und 6 Monaten insgesamt 52 Wochen arbeitslos
gewesen sein. Sie müssen aber nicht innerhalb eines bestimmten
Zeitraumes und auch nicht durchgehend
arbeitslos gewesen sein.
Die Arbeitslosigkeit muss nachgewiesen werden. Diesen
Nachweis können Sie beispielsweise durch den Bewilligungsbescheid
der Agentur für Arbeit (Arbeitsamt) über
die Zahlung von Arbeitslosengeld oder Arbeitslosenhilfe
und durch den Leistungsnachweis erbringen. Ist das nicht
möglich, können Sie die Arbeitslosigkeit unter anderem
auch durch eine Bestätigung der Agentur für Arbeit über
die Arbeitslosigkeit ohne Leistungsbezug nachweisen.


8 Jahre Pflichtbeiträge in den letzten 10 Jahren
Die Voraussetzung ist erfüllt, wenn Sie in den letzten
10 Jahren vor Beginn der Rente mindestens 96 Monate mit
Pflichtbeiträgen für eine versicherte Beschäftigung oder
Tätigkeit haben. Der 10-Jahreszeitraum umfasst insgesamt
120 Kalendermonate. Er kann unter bestimmten Voraussetzungen
verlängert werden.
Die Wartezeit
Auf die Wartezeit von 15 Jahren werden hauptsächlich Beitragszeiten
angerechnet.
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