Versicherungspflichtgrenze

Lexikon bei Krankenversicherung

In der gesetzlichen Krankenversicherung gibt es eine Versicherungspflichtgrenze, die jährlich neu festgelegt wird. Für das Jahr 2008 liegt diese Grenze bei einem Bruttoarbeitsentgelt von 48.150 Euro im Jahr oder bei 4012,50 Euro im Monat. Bis zu diesem Einkommen sind Arbeitnehmer versicherungspflichtig in der gesetzlichen Krankenversicherung. Für alle Arbeitnehmer, die bereits vor dem 31. Dezember 2002 privat krankenversichert waren gilt seit 2003 eine Sonderregelung, deren Jahresarbeitsentgelt muss lediglich den Betrag von 43.200 Euro im Jahr erreichen. Das steht in engem Zusammenhang mit der letzten Gesundheitsreform.

Alle gesetzlich Versicherten, deren Gehalt oberhalb der Versicherungspflichtgrenze liegt, haben die Wahl, ob sie als freiwilliges Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben wollen oder ihre Mitgliedschaft kündigen und sich bei einer privaten Krankenversicherung versichern. Dabei muss jeder Versicherte gut überlegen, ob ein Wechsel in die private Krankenversicherung vorteilhaft ist. So kann es durchaus sein, dass der Beitrag niedriger ist und die Leistungen besser, wenn aber Ehefrau und Kind, die in der gesetzlichen Krankenversicherung beitragsfrei mitversichert sind, in der privaten Krankenversicherung extra versichert werden müssen, dann sieht das unter Umständen schon wieder ganz anders aus. Ebenso verhält es sich, wenn der Versicherte eine chronische Krankheit hat.

Wer sich nach Abwägung aller Umstände für die private Krankenversicherung entscheidet, muss wissen, dass ein Wechsel zurück in die gesetzliche Krankenversicherung nicht ohne Weiteres möglich ist, sondern an ganz bestimmte Kriterien geknüpft ist, die erfüllt sein müssen.
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