Elementar

Artikel bei Hausratversicherung

15-04-2005
Hausratversicherung online vergleichenDie Elementarschadenversicherung leistet eine Entschädigung für versicherte Sachen, die durch

- Überschwemmung des Versicherungsortes
- Erdbeben
- Erdsenkung
- Erdrutsch
- Schneedruck
- und Lawinen zerstört oder beschädigt werden.

Wie wichtig ist Hausratversicherung ?

Am häufigsten treten Überschwemmungen durch überquellende Flüsse und Bäche oder sintflutartige Regenfälle auf. Man sollte sich daher die Frage stellen: "Ist bei der Lage des Objektes die Wahrscheinlichkeit gegeben, durch eine oder mehrere Gefahren, die im Rahmen der erweiterten Elementarschäden versichert sind, betroffen zu sein?" Da in der letzten Zeit einige Hausbesitzer auch in bisher ruhigen Regionen z. B. vom Hochwasser überrascht worden sind, sollte, zumindest jeder Wohngebäudebesitzer, versuchen, diesen Versicherungsschutz zu erhalten.

In den alten "DDR-Verträgen" (jetzt Allianz-Tochter Deutsche Versicherungs-AG) ist das Überschwemmungsrisiko noch enthalten. Neuabschlüsse sind aber nicht mehr möglich. Beträgt in der Hausratversicherung der Zeitwert von Hausratgegenständen weniger als ein Fünftel seines Neuwertes, wird der Zeitwert ersetzt.

Wie hoch?

Grundsätzlich stellt sich der Erhalt dieser Zusatzversicherung problematisch dar: Interessenten ohne Bedarf werden diesen Zusatz ohne Probleme und diejenigen mit Bedarf ihn gar nicht oder nur sehr schwer bzw. dann zu relativ hohen Prämien bekommen. Bei Wohngebäuden in "gefährdeten" Regionen (die Postleitregionen unter E 3, südöstliches Baden-Württemberg und Raum Altenburg, Gera, Klingental) können Interessenten nur sehr schwer oder gar keinen Versicherungsschutz bekommen.


Dies gilt in aller Regel auch

-bei einem größeren bzw. mehreren kleineren Vorschäden,
-wenn sich ein stehendes oder fließendes Gewässer (auch Trockenbett) weniger als ein Kilometer vom Versicherungsgrundstück entfernt befindet, oder
-das Niveau des Erdgeschossbodens (Kelleroberkante) des zu versichernden Gebäudes nicht mindestens zehn Meter über dem mittleren Wasserspiegel des Gewässers befindet.

Versicherungsfall

Beachten Sie bitte schon vor einem Schadensfall:

Bedenken Sie bitte, dass "Gefahrerhöhungen", also Veränderungen am oder im Gebäude, den Versicherungsschutz einschränken oder gefährden können. Insbesondere sind dies beispielsweise ganz oder teilweise unbewohnte Wohngebäude und längere Abwesenheit (über 60 Tage). Melden Sie derartige Veränderungen bitte möglichst umgehend Ihrem Versicherer. Lesen Sie bitte im Zweifelsfall in den Allgemeinen Hausratversicherungsbedingungen VHB 92 unter § 13 (Gefahrumstände bei Vertragsabschluss und Gefahrerhöhung) und § 14 (Sicherheitsvorschriften) nach oder stimmen sich kurzfristig mit der Versicherungsgesellschaft ab.

Bedenken Sie bitte vor Meldung eines Schadensfalles:

Bedenken Sie bitte, dass "Gefahrerhöhungen", also Veränderungen am oder im Gebäude, den Versicherungsschutz einschränken oder gefährden können. Insbesondere sind dies beispielsweise angebrachte Baugerüste, wegen Sanierungsmaßnahmen ganz oder teilweise unbewohnte Wohngebäude, neue feuergefährliche Gewerbebetriebe in der Nachbarschaft (Diskotheken, Tankstellen, Reetdachhäuser, Holzblockhäuser usw.) und längere Abwesenheit (über 60 Tage). Melden Sie derartige Veränderungen bitte möglichst umgehend dem BdV oder dem Gruppenversicherungspartner. Lesen Sie bitte im Zweifelsfall in den Versicherungsbedingungen unter § 13 (Gefahrumstände bei Vertragsabschluss und Gefahrerhöhung) und § 14 (Sicherheitsvorschriften) nach.

Beachten Sie bitte bei oder nach einem Schadenfall:

-Melden Sie jeden Schadensfall unverzüglich mit detaillierten Informationen (WAS ist WANN, WIE und WO mit welcher voraussichtlichen Schadenshöhe passiert) telefonisch, per Fax oder schriftlich bei Ihrem Versicherer.
-Rufen Sie die Feuerwehr. Veranlassen Sie bitte umgehend alles Notwendige zur Schadensabwendung oder -minderung. Beachten Sie bitte eventuelle Weisungen der Versicherungsgesellschaft, die Sie, soweit es die Umstände gestatten, einholen müssen.
-Bewahren Sie die Reste ausgebauter, zerstörter oder beschädigter Sachen bis zur Freigabe durch die Versicherungsgesellschaft auf.
-Fertigen Sie bitte eine detaillierte Aufstellung der betroffenen Sachen für die Versicherung an. Reichen Sie vorhandene Kaufbelege, Zertifikate, Garantiekarten und vor dem Schadensfall angefertigtes Video- oder Fotomaterial ein. Auch die Angabe von Zeugen kann hilfreich sein.
-Fertigen Sie eventuell (zur eigenen Absicherung) Fotos an.
-Bei vorhandenen handwerklichen Fertigkeiten können Schäden auch in Eigenleistung behoben werden. Die Vergütung muss dann mit dem Versicherungsunternehmen abgestimmt werden. Materialkosten müssen mit Rechnungen belegt werden.

Bedenken Sie bitte vor Meldung eines Schadensfalles, dass Hausratgegenstände durch die versicherten Gefahren (in den Versicherungsbedingungen §§ 3 bis 8) betroffen sein müssen. Sind Hausratgegenstände durch andere Ereignisse betroffen (z. B. Herunterfallen, Glasbruch, einfacher Fahrraddiebstahl, Alterung oder Verschleiß), ist ein Schaden nicht über die Hausratversicherung abgedeckt. Es gibt, auch wenn es im Einzelfall ärgerlich ist, für viele Risiken und Gefahren des Alltags keine Versicherung, die hierfür eintritt.

Berechnung der Entschädigungssumme

Entschädigungssumme ist grundsätzlich der Wiederbeschaffungswert (Zeitwert bei nicht mehr im Gebrauch befindlichen Sachen) abzüglich einer eventuell vereinbarten Selbstbeteiligung je Schadensfall.

Verjährung:

Der Anspruch auf Leistung aus dem Versicherungsvertrag verjährt in zwei Jahren. Die Verjährung beginnt mit dem Schluss des Jahres, in welchem die Leistung verlangt werden kann.

Der Versicherungsnehmer muss allerdings den Anspruch auf die Leistung innerhalb von sechs Monaten gerichtlich geltend machen. Ansonsten ist der Versicherer von der Verpflichtung zur Leistung frei. Die Frist beginnt erst, wenn der Versicherer dem Versicherungsnehmer gegenüber den Anspruch auf die Versicherungsleistung schriftlich abgelehnt hat. Der Versicherer muss den Versicherungsnehmer außerdem über die Rechtsfolge, welche mit dem Ablauf der Frist verbunden ist, informieren.

KÜNDIGUNG

Die Kündigung ist grundsätzlich zum Ende des Versicherungsjahres unter Einhaltung einer dreimonatigen Kündigungsfrist möglich. Verbleiben bis zum Ende des ablaufenden Versicherungsjahres weniger als drei Monate, kann erst zum Ende des nächsten Versicherungsjahres gekündigt werden. Das erste Versicherungsjahr beginnt an dem Tag, der im Versicherungsschein als Beginndatum angegeben ist, das zweite ein Jahr später usw.

Versenden Sie Ihr Kündigungsschreiben per Einschreiben mit Rückschein. Nur so können Sie später beweisen, wann Ihr Schreiben beim Versicherer eingegangen ist.

Weitere Kündigungsmöglichkeiten:

1. KÜNDIGUNG NACH EINER SCHADENREGULIERUNG

Wurde ein Schaden abschließend reguliert, kann die betroffene Versicherung bis zu einem Monat danach unter Hinweis auf die Schadennummer gekündigt werden. Das sollte aber nicht, wie es in vielen Bedingungen steht, "mit sofortiger Wirkung" geschehen. Dann wären die bereits bis zur nächsten Fälligkeit vorausgezahlten Prämien nämlich verloren. Bei unterjähriger Zahlungsweise (z. B. monatlich) müssten sogar noch ausstehende Zahlungen für das laufende Versicherungsjahr gezahlt werden. Die Kündigung sollte folglich sofort nach Erhalt der Erledigungsnachricht oder Schadenzahlung zum Ablauf des Versicherungsjahres erfolgen.

2. KÜNDIGUNG AUFGRUND EINER BEITRAGSERHÖHUNG

Die Kündigung wegen einer Beitragserhöhung – sofern diese nicht auf einer Leistungsverbesserung basiert - ist innerhalb eines Monats ab Erhalt der Mitteilung möglich. Die Kündigung wird zu dem Termin, an dem die Erhöhung erfolgt, wirksam.

Bei einem Vertragsabschluss vor dem 01.01.1991 muss die Erhöhung mehr als 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr oder mehr als 20 Prozent in den letzten drei Jahren betragen.

Bei einem Vertragsabschluss in der Zeit vom 01.01.1991 bis zum 28.07.1994 muss der Beitrag um mehr als 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr oder um mehr als 25 Prozent gegenüber dem Erstbeitrag erhöht werden.

Bei einem Vertragsabschluss ab dem 29.07.1994 besteht ein Kündigungsrecht bei jeder Beitragserhöhung.

Vor einer Kündigung stellen Sie jedoch sicher, dass Sie bei einer anderen Gesellschaft Versicherungsschutz in gleichem Umfang erlangen können.


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