Insassenunfallversicherung

Artikel bei Autoversicherung

15-04-2005
Die Insassenunfallversicherung ist eine speziell auf den Kraftfahrzeugbereich begrenzte Unfallversicherung. Sie soll die Insassen des eigenen Wagens, unabhängig von einer möglichen Schuldfrage, finanziell schützen.

Es existieren drei verschiedene Varianten der Insassen-Versicherung:

-Pauschalsystem (die Versicherungssummen werden gleichmäßig auf alle berechtigten Insassen, die sich zum Unfallzeitpunkt im Fahrzeug befinden, aufgeteilt),
-Platzsystem (jeder einzelne Platz des Fahrzeuges ist mit der gleichen Summe versichert) und
-namentliche Versicherung, d. h. der Versicherungsschutz ist unabhängig von einem bestimmten Fahrzeug.

Der Versicherungsschutz umfasst Unfälle, die im ursächlichen Zusammenhang stehen mit dem Lenken, Benutzen, Behandeln und Pflegen, Be- und Entladen, Abstellen, Ein- und Aussteigen.

Die Leistungen der Insassenunfallversicherung beinhaltet meist eine Invaliditätssumme, Todesfallsumme, Unfall-Tagegeld bzw. Unfall-Krankenhaustagegeld.


Wie wichtig ist Insassenunfallversicherung?

Niemand braucht eine Insassenunfallversicherung, aber fast jeder braucht eine Unfallversicherung. Der Grund: Alle berechtigten Ansprüche, die gegen den Fahrzeughalter oder Fahrer gestellt werden können, sind durch die Kfz-Haftpflichtversicherung gedeckt; selbst berechtigte Ansprüche von Fa-milienangehörigen oder die des Fahrzeughalters gegen den Fahrer. Das heißt: Wenn Insassen An-sprüche haben, erledigt das die Kfz-Haftpflichtversicherung.

Wie hoch?

Im Allgemeinen will keiner, dass jemand Geld erhält, der gar keinen Anspruch gegen ihn hat, außer natürlich bei Familienangehörigen. Für diese schließt man aber besser eine private Berufsunfähigkeitsversicherung oder reguläre Unfallversicherung ab, die 24 Stunden am Tag Versicherungsschutz bietet. Also: Wenn eine Insassenunfallversicherung besteht, sollte diese schnell gekündigt werden! Aber auf keinen Fall bei der gleichen Gesellschaft eine normale Unfallversicherung abschließen. Die wäre vermutlich viel zu teuer.

Versicherungsfall

Notieren Sie alle wichtigen Daten nach einem Unfall. Verwenden Sie für die Unfallaufnahme möglichst einen Europäischen Unfallbericht.

Folgende Informationen sind wichtig:

1. Unfallort (Ort, Datum, Uhrzeit)

2. Unfallgegner (Name und Anschrift des Fahrers und des Kfz-Halters, Kfz-Haftpflichtversicherung und Versicherungsnummer)

3. Kennzeichen der beteiligten Fahrzeuge.

Sonstiges:Skizze vom Unfallort, Aussagen von Zeugen mit Name und Anschrift(Aussage unterschreiben lassen)


Falls Ihr Unfallgegner Fahrerflucht begeht und Sie sein Kennzeichen notieren konnten, können Sie den Versicherer des Fahrzeugs beim Zentralruf der Autoversicherer unter der Telefonnummer 0180 - 25026 erfragen.

Sofern Sie an einem Unfall kein Mitverschulden trifft, können Sie, je nach Schwere des Unfalles und nach Alter und Zustand Ihres beschädigten Fahrzeugs, folgende Positionen bei der gegnerischen Kfz-Haftpflichtversicherung geltend machen:

Sachschäden und Folgekosten: Hierzu gehören insbesondere Kosten für Sachverständigengutachten, Reparatur, Wertminderung, Mietwagen, Nutzungsausfall, Abschleppkosten, Bergung, Verschrottung, Finanzierung, Rechtsanwalt, Ab- und Anmeldung des Autos, Nummernschilder, Telefon, Porto, Fahrtkosten.

Personenschäden: Hierzu gehören insbesondere Kosten für ärztliche Behandlung, Krankenhaus, Medikamente, medizinische Hilfsmittel, Rehabilitation/Kur, kosmetische Operationen, Schmer-zensgeld.

Vermögensschäden: Hierzu gehören insbesondere Verdienstausfall und Zahlung einer Rente.


KÜNDIGUNG

Ordentliche Kündigung: Eine Kfz-Versicherung können Sie jährlich kündigen. Sie müssen nur dafür sorgen, dass die Kündigung fristgemäß bei Ihrem Versicherer ankommt. In der Kfz- Haftpflichtversicherung beträgt die Kündigungsfrist grundsätzlich einen Monat zum Ende des Versicherungsjahres (meist 31. Dezember). Die Kündigung muss also spätestens am 30. November bei Ihrem Versicherer eingegangen sein (per Einschreiben). Nur so können Sie später beweisen, wann der Versicherer Ihre Kündigung erhalten hat.

Kündigung nach einem Schadensfall: Auch nach einem Schadensfall (bis einen Monat nach der Regulierung) kann sowohl der Versicherungsnehmer, als auch das Versicherungsunternehmen, den Vertrag kündigen. Kündigen Sie, müssen Sie dennoch die gesamte Jahresprämie bezahlen. Deshalb ist es meistens günstiger erst zum Ablauf des Versicherungsjahres eine ordentliche Kündigung auszusprechen. Kündigt Ihnen die Versicherung nach einem Schaden, erhalten Sie zuviel gezahlte Beiträge zurück.

Kündigung nach Prämienerhöhung: Spätestens einen Monat, nachdem Sie die Rechnung mit einer Beitragserhöhung erhalten haben, können Sie zum Zeitpunkt der Erhöhung kündigen. Auch wenn Sie Ihre Jahresrechnung erst Ende Dezember erhalten, können Sie noch bis Ende Januar, rückwirkend zum 1.1., den Vertrag beenden.

Fahrzeugwechsel: Wenn Sie sich ein neues Auto kaufen, können Sie einen bestehenden Versiche-rungsvertrag kündigen. Wenn Sie Ihr neues Fahrzeug bei einer anderen Gesellschaft versichern, gilt dies automatisch als Kündigung der alten Police. Eine ausdrückliche Kündigung ist nicht erforderlich.

Achtung: Sie sollten einen bestehenden Vertrag erst dann kündigen, wenn Sie eine Zusage eines neuen Versicherers haben. billige AutoversicherungQuelle: BdV

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