Kasko

Artikel bei Autoversicherung

15-04-2005
Aus der Teilkasko erhält man das Geld, um sich ein Ersatzfahrzeug zu kaufen oder um eine Reparatur zu bezahlen. Hierzu zählt ein Schaden durch Brand, Diebstahl, Überschwemmung, Hagel, Sturm, Glasbruch. Schmor- oder Haarwildschäden werden ebenfalls ersetzt. Einige Gesellschaften zahlen zusätzlich Schäden durch Marderbisse. Die Vollkaskoversicherung umfasst alle Gefahren der Teilkasko und zusätzlich selbstverschuldete Unfallschäden am Fahrzeug und mut- oder böswillige Handlungen fremder Personen (Vandalismusschäden).

Die Vollkaskoversicherung können Sie auch dann in Anspruch nehmen, wenn Ihnen ein Schaden zugefügt wird und der Verursacher sich durch Fahrerflucht seiner Haftung entzieht.

dagegen nicht mitversichert.


Wie wichtig ist Teilkasko?

Die Teilkasko lohnt sich in der Regel für Fahrzeuge, die etwas jünger sind. Das Diebstahlrisiko ist bei älteren Fahrzeugen weniger groß und der Beitrag, den man für eine Teilkasko zahlt, muss in einem vernünftigen Verhältnis zum Wert des Fahrzeugs stehen, weil Schäden immer nur bis zur Höhe des Zeitwertes bezahlt werden.

Eine Vollkaskoversicherung ist für Neuwagen empfehlenswert, insbesondere dann, wenn der Kaufpreis über einen Kredit finanziert wird. Wenn Sie ein teures Auto finanzieren und kurz nach der Erstzulassung einen Totalschaden verursachen, haben Sie keinen Wagen mehr, aber hohe Schulden.

Wie hoch?

Wenn Sie in einer sehr hohen Schadenfreiheitsklasse versichert sind, kann der Beitrag für die Vollkasko sogar günstiger oder zumindest kaum teurer sein als für eine Teilkasko. Der Grund: In der Teilkasko werden keine Rabattstaffeln berücksichtigt. Sie zahlen in der Teilkasko immer den 100 %-Beitrag, während Sie in der Vollkasko in der höchsten Schadenfreiheitsklasse nur noch 30 % des Grundbeitrages zahlen müssen. In diesen Fällen empfiehlt es sich natürlich, in der Vollkasko zu bleiben.

Es lohnt sich in der Regel immer, eine Selbstbeteiligung zu vereinbaren. Nach der richtigen "Versicherungs-Philosophie" sollte man sich ohnehin nur gegen den finanziellen Ruin versichern. Dies dürfte bei einem Schadensfall in Höhe von 150 Euro meist nicht gegeben sein. Daher zahlt es sich aus, solche Schäden selbst zu tragen. Beläuft sich ein versicherter Schaden z. B. auf 1.000 Euro, so trägt der Versicherungsnehmer hiervon die Selbstbeteiligung über beispielsweise 150 Euro. Den restlichen Betrag in Höhe von 850 Euro erstattet dann der Versicherer. Auf diese Weise können Jahr für Jahr unter Umständen sogar einige hundert Euro gespart werden. Wenn ein Fahrzeug allerdings nichts mehr wert ist, lohnt auch eine Kaskoversicherung nicht mehr.

Versicherungsfall

Notieren Sie alle wichtigen Daten nach einem Unfall.
Folgende Informationen sind wichtig:

1. Unfallort (Ort, Datum, Uhrzeit)

2. Unfallgegner (Name und Anschrift des Fahrers und des Kfz-Halters, Kfz-Haftpflichtversicherung und Versicherungsnummer)

3. Kennzeichen der beteiligten Fahrzeuge.

Sonstiges:Skizze vom Unfallort, Aussagen von Zeugen mit Name und Anschrift(Aussage unterschreiben lassen)

Falls Ihr Unfallgegner Fahrerflucht begeht und Sie sein Kennzeichen notieren konnten, können Sie den Versicherer des Fahrzeugs beim Zentralruf der Autoversicherer unter der Telefonnummer 0180 - 25026 erfragen.

Sofern Sie an einem Unfall kein Mitverschulden trifft, können Sie, je nach Schwere des Unfalles und nach Alter und Zustand Ihres beschädigten Fahrzeugs, folgende Positionen bei der gegnerischen Kfz-Haftpflichtversicherung geltend machen:

Sachschäden und Folgekosten: Hierzu gehören insbesondere Kosten für Sachverständigengutachten, Reparatur, Wertminderung, Mietwagen, Nutzungsausfall, Abschleppkosten, Bergung, Verschrottung, Finanzierung, Rechtsanwalt, Ab- und Anmeldung des Autos, Nummernschilder, Telefon, Porto, Fahrtkosten.

Personenschäden: Hierzu gehören insbesondere Kosten für ärztliche Behandlung, Krankenhaus, Medikamente, medizinische Hilfsmittel, Rehabilitation/Kur, kosmetische Operationen, Schmer-zensgeld.

Vermögensschäden: Hierzu gehören insbesondere Verdienstausfall und Zahlung einer Rente.

KÜNDIGUNG

Ordentliche Kündigung: Eine Kfz-Versicherung können Sie jährlich kündigen. Sie müssen nur dafür sorgen, dass die Kündigung fristgemäß bei Ihrem Versicherer ankommt. In der Kfz- Haftpflichtversicherung beträgt die Kündigungsfrist grundsätzlich einen Monat zum Ende des Versicherungsjahres (meist 31. Dezember). Die Kündigung muss also spätestens am 30. November bei Ihrem Versicherer eingegangen sein (per Einschreiben). Nur so können Sie später beweisen, wann der Versicherer Ihre Kündigung erhalten hat.

Kündigung nach einem Schadensfall: Auch nach einem Schadensfall (bis einen Monat nach der Regulierung) kann sowohl der Versicherungsnehmer, als auch das Versicherungsunternehmen, den Vertrag kündigen. Kündigen Sie, müssen Sie dennoch die gesamte Jahresprämie bezahlen. Deshalb ist es meistens günstiger erst zum Ablauf des Versicherungsjahres eine ordentliche Kündigung auszusprechen. Kündigt Ihnen die Versicherung nach einem Schaden, erhalten Sie zuviel gezahlte Beiträge zurück.

Kündigung nach Prämienerhöhung: Spätestens einen Monat, nachdem Sie die Rechnung mit einer Beitragserhöhung erhalten haben, können Sie zum Zeitpunkt der Erhöhung kündigen. Auch wenn Sie Ihre Jahresrechnung erst Ende Dezember erhalten, können Sie noch bis Ende Januar, rückwirkend zum 1.1., den Vertrag beenden.

Fahrzeugwechsel: Wenn Sie sich ein neues Auto kaufen, können Sie einen bestehenden Versiche-rungsvertrag kündigen. Wenn Sie Ihr neues Fahrzeug bei einer anderen Gesellschaft versichern, gilt dies automatisch als Kündigung der alten Police. Eine ausdrückliche Kündigung ist nicht erforderlich.

Achtung: Sie sollten einen bestehenden Vertrag erst dann kündigen, wenn Sie eine Zusage eines neuen Versicherers haben.Quelle: BdV

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