Kfz-Haftpflichtversicherung

Artikel bei Autoversicherung

15-04-2005
Der Abschluss einer Kfz-Haftpflichtversicherung ist gesetzlich vorgeschrieben. In der Kfz-Haftpflichtversicherung gibt es eine gesetzlich vorgeschriebene Mindest-Deckungssumme von 2,5 Millionen Euro für Personenschäden (bei mehreren Verletzten oder Getöteten bis zu 7,5 Mio. Euro) und 0,5 Mio. Euro für Sachschäden. Die Kfz-Haftpflichtversicherung übernimmt die Abwehr unberechtigter Schadenersatzansprüche und führt gegebenenfalls entsprechende Prozesse, ist also auch eine Art Rechtsschutzversicherung.In der Kfz-Haftpflichtversicherung gibt es 12 Typklassen. Durch die Typklassen ergeben sich für bestimmte Fahrzeugtypen erhebliche Prämienerhöhungen (vor allem für (Turbo)Diesel, Kombis, Geländewagen und für ältere Fahrzeuge, die meistens von jungen Menschen gekauft werden), aber auch erhebliche Verbilligungen (z. B. für typische "Familienfahrzeuge" und schwach motorisierte Klein- und Mittelklassewagen). Durch die Wahl eines günstigen Fahrzeugtyps und einer günstigen Gesellschaft sind jährliche Einsparungen von einigen hundert Euro und auf Dauer von mehreren tausend Euro möglich.

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Wie wichtig ist Kfz-Haftpflichtversicherung?


Die Kfz-Haftpflichtversicherung soll Unfallopfern auch dann Schadensersatz garantieren, wenn der Schädiger mittellos ist. Außerdem soll sie den Verursacher eines Unfalls vor dem finanziellen Ruin schützen. Deshalb hat der Gesetzgeber sie auch zur Pflicht gemacht.

Wie hoch?

Höchstmögliche Deckung vereinbaren. Diese beträgt in aller Regel 50 Mio. Euro in der Haftpflichtversicherung.

Versicherungsfall

Notieren Sie alle wichtigen Daten nach einem Unfall. Folgende Informationen sind wichtig:1. Unfallort (Ort, Datum, Uhrzeit)2. Unfallgegner (Name und Anschrift des Fahrers und des Kfz-Halters, Kfz-Haftpflichtversicherung und Versicherungsnummer)3. Kennzeichen der beteiligten Fahrzeuge.Sonstiges:Skizze vom Unfallort, Aussagen von Zeugen mit Name und Anschrift(Aussage unterschreiben lassen)Falls Ihr Unfallgegner Fahrerflucht begeht und Sie sein Kennzeichen notieren konnten, können Sie den Versicherer des Fahrzeugs beim Zentralruf der Autoversicherer unter der Telefonnummer 0180 - 25026 erfragen.Sofern Sie an einem Unfall kein Mitverschulden trifft, können Sie, je nach Schwere des Unfalles und nach Alter und Zustand Ihres beschädigten Fahrzeugs, folgende Positionen bei der gegnerischen Kfz-Haftpflichtversicherung geltend machen:


Sachschäden und Folgekosten:

Hierzu gehören insbesondere Kosten für Sachverständigengutachten, Reparatur, Wertminderung, Mietwagen, Nutzungsausfall, Abschleppkosten, Bergung, Verschrottung, Finanzierung, Rechtsanwalt, Ab- und Anmeldung des Autos, Nummernschilder, Telefon, Porto, Fahrtkosten.

Personenschäden:

Hierzu gehören insbesondere Kosten für ärztliche Behandlung, Krankenhaus, Medikamente, medizinische Hilfsmittel, Rehabilitation/Kur, kosmetische Operationen, Schmer-zensgeld.

Vermögensschäden:

Hierzu gehören insbesondere Verdienstausfall und Zahlung einer Rente.

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KÜNDIGUNG

Ordentliche Kündigung: Eine Kfz-Versicherung können Sie jährlich kündigen. Sie müssen nur dafür sorgen, dass die Kündigung fristgemäß bei Ihrem Versicherer ankommt. In der Kfz- Haftpflichtversicherung beträgt die Kündigungsfrist grundsätzlich einen Monat zum Ende des Versicherungsjahres (meist 31. Dezember). Die Kündigung muss also spätestens am 30. November bei Ihrem Versicherer eingegangen sein (per Einschreiben). Nur so können Sie später beweisen, wann der Versicherer Ihre Kündigung erhalten hat.
Kündigung nach einem Schadensfall: Auch nach einem Schadensfall (bis einen Monat nach der Regulierung) kann sowohl der Versicherungsnehmer, als auch das Versicherungsunternehmen, den Vertrag kündigen. Kündigen Sie, müssen Sie dennoch die gesamte Jahresprämie bezahlen. Deshalb ist es meistens günstiger erst zum Ablauf des Versicherungsjahres eine ordentliche Kündigung auszusprechen. Kündigt Ihnen die Versicherung nach einem Schaden, erhalten Sie zuviel gezahlte Beiträge zurück.
Kündigung nach Prämienerhöhung:
Spätestens einen Monat, nachdem Sie die Rechnung mit einer Beitragserhöhung erhalten haben, können Sie zum Zeitpunkt der Erhöhung kündigen. Auch wenn Sie Ihre Jahresrechnung erst Ende Dezember erhalten, können Sie noch bis Ende Januar, rückwirkend zum 1.1., den Vertrag beenden.
Fahrzeugwechsel:
Wenn Sie sich ein neues Auto kaufen, können Sie einen bestehenden Versiche-rungsvertrag kündigen. Wenn Sie Ihr neues Fahrzeug bei einer anderen Gesellschaft versichern, gilt dies automatisch als Kündigung der alten Police. Eine ausdrückliche Kündigung ist nicht erforderlich.

Sie sollten einen bestehenden Vertrag erst dann kündigen, wenn Sie die definitive Zusage eines neuen Versicherers haben.

AutofinanzierungQuelle: BdV

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