71 Prozent kaufen weder Aktien noch Fonds

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05-04-2007
71 Prozent der Bundesbürger investieren nicht in Aktien und Fonds - trotz eines enormen Wachstums und hoher Stabilität des DAX sowie der weltweiten Börsen seit 2002. Dies ergab eine repräsentative Umfrage des unabhängigen Fonds-Vermögensverwalters Fund-Market Deutschland GmbH unter 1002 Bundesbürgern. "Das Ergebnis lässt darauf schließen, dass die geplatzte "New Economy-Blase" das Vertrauen der Deutschen in den Aktienmarkt gravierend beeinträchtigt hat", sagt Geschäftsführer Lutz Overlack.

Nur jeder achte Bundesbürger (15%) investiert demnach in Aktien und gerade einmal 25 Prozent besitzen Fondsanteile. 66 Prozent stehen dem Finanzmarkt skeptisch gegenüber. Nur ein Drittel (34%) glaubt, dass Aktien rentabler sind als andere Geldanlagen. "Offensichtlich fehlt es an Verständnis und Grundkenntnissen für die teils komplexen Zusammenhänge am Finanzmarkt", erklärt Overlack.

Tatsächlich wissen 70 Prozent der Befragten nicht, was sich hinter den Kosten und Erträgen der Wertpapiere verbirgt. "Deutschland braucht Nachhilfe, um stärker vom Finanzmarkt zu profitieren", fordert Overlack. Indes vertrauen fast doppelt so viele Männer (40%) wie Frauen (24%) der Wertentwicklung am Aktienmarkt. 41 Prozent der Männer (Frauen: 29%) glauben, dass man mit Aktien mehr Geld erwirtschaftet als mit anderen Geldanlagen.

Höhere Bildung schafft Vertrauen

"Man vertraut nur dem, was man auch versteht. Wirtschaftliches Basiswissen sollte heute Bestandteil jedes Lehrplans sein - auch für den mittleren Bildungsweg", erläutert Overlack. Auffällig ist, dass Absolventen mit höherem Bildungsgrad wie Abiturienten oder Studierte (47%) dem Aktienmarkt aufgeschlossener gegenüber stehen als Befragte mittlerer Bildungsstufe (33%).
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