Was versteht man unter nachgelagerter Besteuerung? Welche Vorteile hat die nachgelagerte Besteuerung?

FAQ bei Altersvorsorge

In der Erwerbsphase bleiben die Aufwendungen zur Altersvorsorge steuerfrei. Später in der Auszahlungsphase sind die Altersbezüge des Ruheständlers in vollem Umfang, unter Berücksichtigung der dann geltenden Freibeträge, steuerpflichtig. Der Steuerpflichtige kann während der Ansparphase über die Beiträge zur Altersvorsorge nicht verfügen. Die Beiträge bleiben daher steuerfrei. Im Gegenzug werden die Alters bezüge zu dem Zeitpunkt steuerpflichtig, zu dem sie dem Steuerpflichtigen tatsächlich zufließen. Während ihrer aktiven, berufstätigen Lebenszeit stehen den Bürgern aufgrund der Steuerfreistellung mehr Geldmittel zur Verfügung, was nicht zuletzt positive Effekte auf das Konsumverhalten und damit auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung hat. Das Investieren in private Altersvorsorgeprodukte ermöglicht den Banken und Versicherungen wiederum, der Wirtschaft vermehrt Kredite zur Verfügung zu stellen. Die Steuerfreistellung der Vorsorgeaufwendungen von Arbeitnehmern leistet somit einen positiven Beitrag zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Die nachgelagerte Besteuerung trägt dem verfassungsrechtlichen Gebot der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit am besten Rechnung. Das Prinzip der nach gelagerten Besteuerung hat sich international bewährt, um auf die veränderten demografischen Bedingungen und deren Konsequenzen für die Rentensysteme zu reagieren.

FAQ bei Altersvorsorge

Finanzenchannel.de
Finanzen | Kredit | Versicherungsvergleich