Was versteht man unter Anleihen-Arbitrage (Fixed Income Arbitrage)?

Artikel bei HedgeFunds

15-04-2005
Das Grundprinzip der Fixed Income Arbitrage (FIA) ist das Ausnutzen von Preisungleichgewichten zwischen verschiedenen Zinswertpapieren beziehungsweise Zinsinstrumenten. Es handelt sich dabei um hoch komplexe Strategien. Die Bewertung festverzinslicher Wertpapiere und insbesondere von Zinsderivaten ist ein analytisch sehr anspruchvolles Terrain. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Emissionsbedingungen einer Anleihe besondere Kündigungs- oder Zinsanpassungsklauseln vorsehen. Die Komplexität derartiger Klauseln wird von einigen Anlegern nicht korrekt bewertet und führt somit ebenfalls zu Arbitrage-Möglichkeiten. Als besonders komplex gelten die in den USA gängigen Anleihen, die auf Hypothekenfinanzierungen basieren (Mortgage Backed Securities). Typische FIA-Strategien zielen auf _ Veränderungen der Zinsunterschiede zwischen verschiedenen Laufzeiten desselben Emittenten _ Veränderungen der Zinsen zwischen Staatsanleihen und Anleihen privater Emittenten höchster Bonität _ Veränderungen der Zinsen zwischen Anleihen unterschiedlicher Bonitätsklassen _ Veränderungen der Zinsen zwischen Anleihen eines Schuldners mit unterschiedlichen Garantiegebern _ die Zerlegung einer komplexen Anleihe in ihre Bestandteile und den Handel der einzelnen Bestandteile zu einem anderen Gesamtwert als den Kurs der Anleihe.
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