Risiken der festen Pensionszusage

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15-04-2005
Im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge herrscht in Deutschland das Prinzip der Leistungszusage, auch defined benefit genannt, vor. Demnach wird dem Arbeitnehmer eine bestimmte Rentenleistung im Alter (beispielsweise 10 % des letzten Gehaltes) zugesagt. Für die Unternehmen wachsen aber seit Jahren die Probleme und Finanzierungsrisiken, die mit einer festen Pensionszusage verbunden sind. Gesetzgeber und Rechtsprechung haben eine Reihe von Anforderungen an die betriebliche Altersversorgung gestellt, die es den Arbeitgebern zunehmend erschweren, betriebliche Pensionszusagen kaufmännisch tragbar zu finanzieren. Viele Wirtschaftsunternehmen führen entweder gar keine betriebliche Altersversorgung ein oder verzichten zumindest bei Neueinstellungen auf jegliche Zusagen. Beitragsbezogene Modelle als Alternative Weltweit verbreitet ist die betriebliche Altersvorsorge nach dem Beitragsprinzip (defined contribution). Bei diesem Modell ist die jeweilige Zahlung (contribution) des Unternehmens für den Arbeitnehmer in der Ansparphase festgelegt. In diesem Fall entfällt für die Unternehmen das wirtschaftliche Risiko einer festen Pensionszusage. Weltweite Erfahrungen zeigen, dass aufgrund der langen Anlagedauer bei der Altersvorsorge auch der Arbeitnehmer kein echtes Risiko zu tragen hat. Bei einer substanzwertorientierten Anlage, also in Aktien und Immobilien, kann langfristig ein hoher Ertrag erwartet werden - deutlich mehr als bei einer Anlage in festverzinslichen Wertpapieren. Im defined contribution-Modell sind folgende Möglichkeiten darstellbar: Beitragszahlung nur bei positivem Unternehmensergebnis, gemeinsame Beitragszahlung Arbeitgeber und Arbeitnehmer, Verzicht auf Wartefristen (insbesondere für Teilzeitbeschäftigte und Kurzarbeiter wichtig). Da der Arbeitnehmer die investierten Gelder bei Arbeitsplatzwechsel mitnehmen kann, wird durch seine Flexibilität und Mobilität das künftige Altersversorgungsniveau nicht beeinträchtigt. Den Unternehmen sollte die Wahl zwischen den traditionellen, rentendominierten Instrumenten der betrieblichen Altersversorgung und der substanzwertorientierten Anlage, wie etwa dem AS-System auf Wertpapierbasis, offen stehen.

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