Laufzeitfonds

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15-04-2005
Investmentfonds, der die Gelder der Anleger in festverzinslichen Wertpapieren mit festgelegten Fälligkeiten für ein zukünftiges Datum (meist Endfälligkeit des Fonds) fest anlegt. Seit Anfang der neunziger Jahre sind in Deutschland die überwiegend in Schuldverschreibungen und Schuldscheindarlehen anlegenden Investmentfonds zugelassen, deren Laufzeit von vornherein begrenzt ist. Bei diesen Fonds wird in der Regel nach Ablauf einer bestimmten Frist (meist wenige Monate) der Verkauf der Anteile eingestellt. Zusätzlich ist die Laufzeit dieser Fonds - üblicherweise zwischen zwei und acht Jahren - bereits im Zeitpunkt der Auflegung klar begrenzt. Der Fonds wird nach Ablauf dieser bestimmten Frist aufgelöst, das vom Anleger eingebrachte Geld, zuzüglich der während der Laufzeit angefallenen Erträge und Wertsteigerungen, dem Anteilinhaber ausgezahlt. Die Vorteile für den Anleger lassen sich wie folgt darstellen: Ein Anleger, der sich an die vorgegebene Laufzeit des Fonds hält, erleidet keine Kursverluste. Die Fondsmanager kaufen fast nur solche Rentenwerte, deren Laufzeit der des Fonds entspricht. Da bei Rentenwerten am Ende der Laufzeit immer zu 100 % zurückgezahlt wird, ist die Gefahr von Kursverlusten praktisch ausgeschlossen. So weiß der Anleger genau, dass er im Auflösungszeitpunkt des Fonds zumindest sein eingesetztes Kapital zurück erhält. Abweichungen sind nur nach oben möglich. Das Gleiche gilt für die Zinszahlungen. Auch hier weiß der Anleger, mit welcher Mindestrendite er rechnen kann, während bei ewig laufenden Rentenfonds Schwankungen möglich sind. Als zusätzlicher Vorteil ist anzusehen, dass das Fondsmanagement die Wiederanlage der jährlich anfallenden Zinsen an die Restlaufzeit des Fonds anpassen kann. Im Kaufzeitpunkt spiegeln gleichermaßen Rentenfonds mit begrenzter als auch solche mit unbegrenzter Laufzeit den Markt wider. Da die Anteile der Fonds mit begrenzter Laufzeit nur innerhalb einer relativ kurzen Frist verkauft werden, bleibt diese Rendite dem Anleger für die ganze Laufzeit erhalten. Bei Fonds ohne Laufzeitbegrenzung kommen hingegen immer wieder neue Gelder der Anleger hinzu, die dann zum jeweiligen Marktzins angelegt werden müssen. Dieser Fondstyp tritt stärker in die Nähe zu anderen, zeitlich begrenzten Anlageformen, wie beispielsweise Sparbuch, festverzinsliche Wertpapiere oder Festgeldanlagen. Ein Vorteil für die Anleger z. B. gegenüber einer Festgeldanlage ist die auch bei Fonds mit begrenzter Laufzeit gegebene Möglichkeit, Anteilscheine täglich zurückzugeben. "Strafzinsen" oder Ertragsbegrenzungen bei Verfügungen über das eingesetzte Kapital fallen nicht an. Für Anleger, die eine zeitlich befristete "Parkmöglichkeit" für ihr Geld suchen oder die in absehbarer Zeit ihr Vermögen für eine größere Anschaffung benötigen, sind Laufzeitfonds besonders geeignet.

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