Freibetrag für den Sonderbedarf bei Berufsausbildung

Artikel bei Steuertipps

15-04-2005
Freibetrag für den Sonderbedarf bei Berufsausbildung Entstehen Ihnen Aufwendungen für die Berufsausbildung eines volljährigen auswärtig untergebrachten Kindes, für das Sie Kindergeld, einen Kinderfreibetrag oder einen Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf erhalten, so können Sie einen Freibetrag in Höhe von 924 Euro geltend machen. Bei Kindern, die im Ausland leben und deshalb im Inland nicht unbeschränkt steuerpflichtig sind, vermindert sich der vorstehende Freibetrag je nach den Verhältnissen des Wohnsitzstaats ggf. um ein Viertel auf 693 Euro, um die Hälfte auf 462 Euro bzw. um drei Viertel auf 231 Euro. Der maßgebliche Freibetrag mindert sich außerdem um ein Zwölftel für jeden Monat, in dem die Voraussetzungen für die Steuervergünstigung nicht vorgelegen haben.

Die tatsächliche Höhe der entstandenen Kosten muss nicht besonders nachgewiesen werden. Allerdings sind eigene Einkünfte und Bezüge des Kindes vom Freibetrag für den Sonderbedarf bei Berufsausbildung abzuziehen, soweit sie mehr als 1 848 Euro im Kalenderjahr betragen. Ausbildungshilfen aus öffentlichen Mitteln (z. B. Berufsbeihilfen oder Ausbildungsgelder nach dem Arbeitsförderungsgesetz, Zuschüsse nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz, Stipendien oder bezogene Zuschüsse von Förderungseinrichtungen, die für diese Zuwendungen öffentliche Mittel erhalten) sind in voller Höhe auf den Freibetrag anzurechnen. Bei allein stehenden oder bei nicht miteinander verheirateten Eltern wird der Freibetrag jedem Elternteil, dem Aufwendungen für die Berufsausbildung des Kindes entstehen, zur Hälfte zuerkannt. Auf gemeinsamen Antrag der Eltern ist allerdings eine andere Aufteilung möglich.
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