Deutsche ziehen Eigenheim der Miete vor
News bei Bauen
12-09-2007
Die Deutschen wohnen lieber in den eigenen vier
Wänden als zur Miete. Trotzdem scheuen viele vor dem Kauf einer
Immobilie zurück, da sie nicht über ausreichend Eigenkapital verfügen
und sich den befürchteten hohen finanziellen Belastungen vor dem
Hintergrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht gewachsen
sehen. Dies bestätigt eine repräsentative Umfrage von Genworth
Financial, einem der führenden Unternehmen im Bereich finanzieller
Absicherung.
Im Rahmen der Genworth Financial Wohneigentumsstudie 2007,
durchgeführt von Research International, wurde die Einstellung von
über 1.000 Personen in Deutschland zu unterschiedlichen Aspekten des
Themas Wohneigentumsbildung ermittelt. Die Befragten waren in zwei
Gruppen unterteilt, eine Gruppe, die einen repräsentativen
Durchschnitt der deutschen Bevölkerung zwischen 20 und 50 Jahren
darstellt und eine Gruppe, die aus Personen zusammengesetzt war, die
entweder in den zurückliegenden zwei Jahren eine Immobilie erworben
haben oder beabsichtigen, dies in absehbarer Zeit zu tun.
Diskrepanz von Bedeutung des Eigenheims und der Wohneigentumsquote
Grundsätzlich steht das eigene Heim in Deutschland immer noch hoch
im Kurs. Für die meisten Befragten sind die eigenen vier Wände ein
zentrales Lebensziel. Zudem herrscht die Meinung vor, dass jeder
einmal im Leben ein Eigenheim besitzen sollte. Trotz der Bedeutung
des Eigenheims zeigt sich im europäischen Ländervergleich ein anderes
Bild. Deutschland bildet hier mit einer Wohneigentumsquote von 43
Prozent das Schlusslicht - nur die Schweiz weist einen geringeren
Anteil auf.
Die Diskrepanz zwischen den Einstellungen der Befragten zum
Wohneigentum und der tatsächlichen Wohneigentumsquote hat vor allen
Dingen finanzielle Ursachen. Dies bestätigen auch die Ergebnisse der
Umfrage. Vor allem scheuen diejenigen vor den befürchteten
finanziellen Belastungen zurück, die sich im Hinblick auf ihre
berufliche und wirtschaftliche Zukunft eher unsicher sind.
Dieser Aspekt wird im Osten Deutschlands unter den Hausbesitzern
weitaus häufiger als Hindernis für einen Eigenheimerwerb genannt als
im Westen Deutschlands. Hier waren die Hauptgründe gegen ein eigenes
Heim, dass entweder kein geeignetes Grundstück gefunden wurde
beziehungsweise der Bedarf zuvor gar nicht bestand.
Chance Hypothekenversicherung
Eine noch bedeutendere Rolle spielt der zu erbringende
Eigenkapitalanteil. Die langen Ansparzeiten und die Höhe des
Eigenkapitalanteils sind bislang die Hauptgründe für einen Aufschub
des Eigenheimerwerbs. Im Rahmen der Studie äußern beispielweise 60
Prozent der befragten Personen die Einschätzung, dass ein
Eigenkapitalanteil von mindestens 20 Prozent zum Erwerb einer
Immobilie nötig sei. Tatsächlich müssen Personen, die Wohneigentum
erwerben wollen, bei den meisten deutschen Banken einen
Eigenkapitalanteil von circa 20 Prozent vorweisen, um einen
Immobilienkredit zu erhalten. Viele - besonders junge Paare oder
Familien - haben trotz guter monatlicher Einkünfte nicht ausreichend
Ersparnisse, um dieses Eigenkapital aufzubringen.
Mit Hilfe der Hypothekenversicherung, einem Produkt aus dem
Bereich der Absicherung privater Immobilienfinanzierungen, können
Banken einem breiteren Kundensegment Zugang zu Wohneigentum
ermöglichen und gleichzeitig ihre Risiken bei Krediten mit einem
geringen Eigenkapitalanteil absichern. Üblich ist hier - bei
entsprechend guter Bonität des Endkunden - eine Senkung des
Eigenkapitalanteils auf nur 5 Prozent des Kaufpreises bzw. der
Gesamtgestehungskosten des Objekts. Konsumenten können die
Hypothekenversicherung nicht direkt abschließen, profitieren aber
indirekt von der Risikoabsicherung, da sie schneller und einfacher
einen Immobilienkredit von einem Darlehensgeber erhalten und auf
lange Ansparzeiten verzichten können.