Kostenloses Girokonto für Jugendliche

News bei Banken

30-07-2007
Banken und Sparkassen umwerben ihre Kunden schon früh und bieten gebührenfreie Girokonten für Jugendliche an. Positiv: Mit dem eigenen Konto lernen schon junge Leute den Umgang mit der Bank und verwalten ihr Taschengeld selbst. Mit sieben Jahren werden Kinder geschäftsfähig. Vorher ist ein Jugendgirokonto deshalb nicht sinnvoll. Bei vielen Banken muss der Nachwuchs sogar 12, 14 oder 16 Jahre alt sein, um ein eigenes Konto zu bekommen. Wann die Kinder ein Konto eröffnen dürfen, entscheiden letztlich die Eltern. Denn die Banken brauchen zur Eröffnung des Girokontos die Ausweise der Eltern und des Kindes. Das gilt auch, wenn die Eltern getrennt leben - es sei denn, nur ein Elternteil ist sorgeberechtigt. Die Eltern können verfügen, dass ihr Kind nur einen bestimmten Höchstbetrag vom Konto abheben darf. Ansonsten funktionieren die Konten wie normale Girokonten: mit der Kundenkarte können Kinder und Jugendliche am Automaten Geld abheben und Überweisungen tätigen. Auch Daueraufträge können sie einrichten. Außerdem gibt es bei fast allen Jugendgirokonten Zinsen auf das Guthaben - oft zwischen einem und zwei Prozent. Geld abheben oder überweisen können Kinder und Jugendliche von ihrem Konto nur dann, wenn ein ausreichendes Guthaben vorhanden ist.

Erst wenn sie volljährig sind, dürfen sie ihr Konto auch überziehen. Viele Banken räumen ihren Kunden dann ungefragt einen Dispositionskredit ein. Die Höhe bestimmt das Kreditinstitut. Aber Vorsicht ist geboten: Bei Überziehungszinsen zwischen 12 und 18 Prozent landen Jugendliche ohne eigenes Einkommen schnell in der Schuldenfalle. Die Hemmschwelle, auf Pump zu leben, ist für viele nicht sehr hoch: Unter den 13- bis 24-jährigen ist heute jeder Achte verschuldet – mit fast 2.000 Euro im Schnitt.
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