Wann kann ein Kreditnehmer seinen Kreditvertrag mit einer festen Laufzeit kündigen?

FAQ bei Kredite

Der Kreditnehmer kann einen Kredit, bei dem für eine bestimmte Zeit ein fester Zinssatz vereinbart ist, unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von einem Monat erst zum Ende der Zinsbindungsfrist, kündigen. Nach Ablauf von 10 Jahren kann ein Kreditnehmer seinen Darlehensvertrag unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 6 Monaten kündigen. Langfristige Festzinskredite unter 10 Jahren sind somit für die Dauer der Darlehens- bzw. Festzinslaufzeit grundsätzlich beidseitig unkündbar (§ 489 Abs. 1 BGB n. F., 609a BGH a. F.).

Ausnahmsweise kann ein Kreditnehmer seinen grundpfandrechtlich gesicherten Kreditvertrag vorzeitig beenden, wenn dies berechtigte Interessen des Kreditnehmers gebieten, z. B. wenn der Kreditnehmer plant, sein Objekt zu verkaufen, oder er das Grundstück anders oder mit Grundpfandrechten (§ 490 Abs. 2 BGB n. F.) belasten will.

BGH-Urteile: Urteile vom 1. Juli 1997 (AZ.: XI ZR 197/96 und 267/96, u.a. abgedruckt in: WM Heft 50/1997, S. 2340 ff.)

 

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